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Zur Syntax von Einbettungsstrukturen im klassischen Chinesisch

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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Bildungsregeln von Sätzen, bei denen durch die Einbettung von Teilsätzen an nomina- len Strukturstellen komplexe Satzformen aufgebaut werden. Als eigentliche Einbettungsprozesse werden die Relativierung und die Komplementierung behandelt. Dabei wird aufgrund des klassisch-chi- nesischen Materials die bisher in transformationellen Arbeiten vorherrschende anglo-zentrische Klassifizierung und Ableitung komplexer Sätze kritisiert sowie eine (z.T. traditionelle Ansätze übernehmende) Neueinteilung vorgelegt und diskutiert. Damit wird nicht nur die Erarbeitung der sprachspezifischen Strukturpläne, sondern auch die Aufdeckung der - didaktisch wichtigen - zwischen-sprachlichen Gemeinsamkeiten gefördert. Ausserdem wird deutlich, dass der Einbezug von «abwegigen» Sprachen in den Bereich generativer Arbeiten die theoretische Diskussion befruchten und konkrete Rückwirkungen auf die Beschreibung derjenigen Sprachen zeitigen kann, die (wie das Englische) schon lange Gegenstand linguistischer Forschungsbemühungen sind.
Aus dem Inhalt: Komplexe Sätze - Attributsätze - Appositivsätze - Komplexe Strukturen mit emphatischer Wirkung.