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Vergangenheit als innere Welt

Historisches Erzählen bei E.T.A. Hoffmann

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Johannes Wiele

E.T.A. Hoffmanns historisches Erzählen wurde lange Zeit nicht ernstgenommen. Bei näherem Hinsehen allerdings, so behauptet dieses Buch, erweist sich dieses Erzählen als höchst eigenständiger Versuch, Vergangenheit der Gegenwart wieder zugänglich zu machen. Phantasie, Poesie und künstlerischer Dialog sind dabei die Mittel der Wahl, weil sie - bewußt eingesetzt und in ihren Grenzen erkannt - das Gespenst der zwangsläufigen Subjektivität jeder Annäherung ans Gestern in Schach halten. Das Ziel der historischen Erzählungen Hoffmanns ist es, über die Wirren der napoleonischen Zeit und die Hemmnisse der auseinanderbrechenden wissenschaftlichen und poetischen Diskussion hinweg einen Beitrag zur Prüfung und Gestaltung der politischen Wirklichkeit des 19. Jahrhunderts zu leisten.
Aus dem Inhalt: Hoffmanns Erfahrung der Geschichte - Grundlagen für sein Geschichtsdenken - Individuum, Politik und Geschichte - Erzählen wider Vergänglichkeit und Zeit - «Doge und Dogaresse» als erzählte Interpretation - «Das Fräulein von Scuderi» - Historisches Erzählen als politische Handlung.