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Gratwanderungen

Autonomie und Pathologie

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Alex Fohl

Die Grundthese dieses Buches ist paradoxal: Das Projekt der Aufklärung dient der Verschleierung. Im Scheinwerferlicht der Moderne gerinnt die Natur zum toten Begriff. Die fatale Gleichung der abendländischen Kultur lautet: «Emanzipation = Verdrängung». Das dialektische Bindeglied der Aufklärung ist die fortschrittliche Zerstörung von Natur durch die Vernunft. In den Fängen der Technik erweist sich Autonomie als verheerende Pathologie. Das Buch, einst Symbol für das kulturelle Vergessen, wird zum Zeichen der Erinnerung an das Verdrängte. Erst die Rückbesinnung als dissidente Geisteshaltung mag den Weg in eine friedfertige Kultur weisen und die Begegnung mit dem Fremden ermöglichen: Wähnende Sinne statt wahnsinnige Fortschrittsperspektiven¿
Aus dem Inhalt: Metamorphosen des Lichts (1. Buch): Natur: Reise in die Tiefen des Unsagbaren - Die Suche nach dem Sinn - Aufstieg und Fall des autonomen Subjekts - Technik: die Falle der Vernunft - Die Dialektik und das Fremde (2. Buch): Krieg und Frieden - Die Rückkehr des Verdrängten.