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Stabilitätseinbußen durch die Europäische Währungsunion

Theoretische und empirische Untersuchungen

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Christoph Knoppik

In einer Währungsunion wie der geplanten EWU fehlt die konjunkturelle Stabilisierungswirkung durch flexible oder anpaßbare interne Wechselkurse. Unklar ist aber, wie schwerwiegend dies ist. Um diese Frage zu beantworten, werden im theoretischen Teil stochastisch-dynamische Modelle mit rationalen Erwartungen verwendet. In diesen Modellen wird die Rolle von Anpassungsbedarf (stochastische Schocks) und Anpassungsfähigkeit (verzögerte Preisanpassung) für die Vorteilhaftigkeit einer Währungsunion diskutiert. Unter anderem zeigt sich, daß asymmetrische Schocks nicht notwendigerweise gegen eine Währungsunion sprechen. Der empirische Teil verwendet strukturell identifizierte vektorautoregressive Modelle der EU-Staaten, um deren Eignung für eine Währungsunion zu prüfen. Die Ergebnisse stützen die Befürworter eines «Europa der zwei Geschwindigkeiten».
Aus dem Inhalt: Anmerkungen zur Theorie optimaler Währungsräume - Statische Drei-Länder-Modelle - Währungsunion vs. Flexibler Intra-Unions-Wechselkurs in einem stochastischen dynamischen Modell mit rationalen Erwartungen - Strukturelle Identifikation von VAR-Modellen durch Langfrist-Restriktionen - Strukturell geschätzte VAR-Modelle für die EU-Staaten und die deutschen Bundesländer - Die Kosten der Europäischen Währungsunion.