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Den homo oeconomicus bändigen?

Zum Streit um den Moralisierungsbedarf marktwirtschaftlichen Handelns

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Kirsten Parche-Kawik

Unter Rekurs auf L. Kohlbergs Theorie der Entwicklung moralischer Urteilsfähigkeit werden in der Arbeit die (impliziten) normativen Leitbilder vom wirtschaftenden Menschen identifiziert, welche gängigen wirtschafts- und unternehmensethischen Ansätzen, organisationstheoretischen Modellen und (wirtschafts-)pädagogischen Konzeptionen unterlegt sind. Die Konfrontation dieser Leitvorstellungen mit der empirischen Ausprägung relevanter psychischer Dispositionen bringt Inkongruenzen ans Licht, welche die Einlösbarkeit manches wirtschaftswissenschaftlichen bzw. pädagogischen Moralisierungsanspruchs in Frage stellen. Auf der Basis eines alternativen Modells individueller Moralentwicklung werden Denkmöglichkeiten einer «realitätsnahen» berufsmoralischen Erziehung aufgezeigt.
Aus dem Inhalt: Zum Bedarf an moralischer Reflexion in kaufmännischen Berufen – Lawrence Kohlbergs Theorie der moralischen Entwicklung – Moralisierungsbedarfe aus wirtschafts- und unternehmensethischer Sicht – Berufsmoralische Ansprüche organisationstheoretischer Konzeptionen – Berufsmoralische Standpunkte aus wirtschaftspädagogischer Perspektive – Vergleichsaspekte und Zusammenhänge der berufsmoralischen Positionen wirtschaftswissenschaftlicher und (wirtschafts-)pädagogischer Provenienz – Zur Frage der Realisierbarkeit berufsmoralischer Ansprüche.