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«dóch da sín ja’ nur mûster»

Kindlicher Sprechausdruck im sozialen Rollenspiel

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Ines Bose

Thema ist der Erwerb von Sprechausdruckskompetenz als Bestandteil kindlicher Kommunikationskompetenz. Sprechausdruck wird als Oberbegriff für konventionelle Gestaltungsweisen und -muster im Sprechschall verstanden. In einer Video-Langzeitstudie wird empirisch belegt, dass miteinander vertraute Vorschulkinder im sozialen Rollenspiel den Sprechausdruck als kommunikative Ressource nutzen. Mit seiner Hilfe gestalten sie bestimmte Spielfiguren und ihre Sprechhaltungen, kennzeichnen das Spiel als fiktiv, strukturieren und organisieren den Spielverlauf und fördern eine kooperative Kommunikationsatmosphäre. In der interdisziplinär angelegten Arbeit werden quantitative und qualitative Methoden aus Sprechwissenschaft, auditiver Phonetik und linguistischer Gesprächsanalyse miteinander verknüpft.
Aus dem Inhalt: Theoretische Grundlagen: Soziales Rollenspiel, Sprechausdruck, Sprechausdruckserwerb und -gestaltung in der Interaktion – Empirische Grundlagen: Methoden der Sprechausdrucksbeschreibung (auditive und akustische - quantitative und qualitative - rekonstruktive Analysen) – Quantitative Untersuchung: Ausgewählte Sprechausdrucksmerkmale (Sprechgliederung, -geschwindigkeit, -tonhöhe, -pausen, Akzenthäufigkeit) – Qualitative Untersuchung: Ausgewählte Sprechausdrucksmuster zur Gestaltung von Spielrolle, -ebene, -atmosphäre.