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Sprachenfreiheit im Verbrauchervertragsrecht

Der Verbraucher im Spannungsfeld zwischen kultureller Identität und Privatautonomie

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Markus Dreißigacker

Welche Sprache im Rechtsverkehr maßgeblich ist und welche nicht, berührt den sensiblen Bereich der kulturellen Identität des Einzelnen. Ebenso empfindlich und schützenswert ist die Position des Verbrauchers gegenüber der regelmäßig besser informierten und organisierten Anbieterseite. Der Autor nimmt eine Synthese dieser beiden Aspekte vor und rückt den ausländischen Verbraucher ins Zentrum seiner Überlegungen. In welcher Sprache muss ein Verbraucher informiert werden; wer trägt das Risiko von Missverständnissen in einem Vertragsverhältnis? Die Antwort auf diese Fragen findet der Autor auf bislang unbeschrittenen Wegen: das Sprachrisiko als Teilaspekt völkerrechtlichen Diskriminierungsschutzes, von Informationsasymmetrien im Vertragsrecht und des Europäischen Privatrechts. Die Arbeit schließt mit dem Vorschlag einer Richtlinie für das Europäische Vertragsrecht ab, die sich nicht zuletzt auf eine breite ökonomische Analyse des Sprachenrechts stützt.
Aus dem Inhalt: Das Sprachrisiko im Kollisionsrecht – Banken- und versicherungsrechtliche Rechtsprechung zur Sprachenfrage – Die Problematik im AGB-Recht – Sprachenrecht als Mittel zur Behebung von Informationsasymmetrien im Vertragsrecht – Ökonomische Analyse von Sprachregeln des Verbrauchervertragsrechts – Ökonomie und Ethik als Teilaspekte der Sprachenfrage – Die Kompetenz der EU für den Erlass von Sprachregeln – Sprachenrecht im europäischen Verbrauchervertragsrecht – Mittelbare Diskriminierung durch Sprachregeln – Schutz der kulturellen Identität im Verfassungs- und Völkerrecht – Diskriminierungsschutz im Privatrecht.