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«Zu einer Zeit, als Bäume und Gräser noch sprechen konnten...»

Sozioökonomie, Kosmologie und Mythologie der Rang-Shauka im zentralindischen Himalaya

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Sabine Leder

Der uralte Pilgerweg zum heiligen Berg Kailash ist auch das Siedlungsgebiet der Rang-Shauka, die auf eine lange Handelstradition im Himalaya zurückblicken können. Im bikulturellen Milieu zwischen der hinduistischen und der buddhistischen Tradition pflegen die Rang-Shauka – auf der Grundlage mythologischen Wissens – aufwendige Opferkulte, führen Eingeweidebeschauungen durch und zelebrieren schamanische Riten. Ihr Glaubenskosmos erlaubt es, das Konzept der «sakralen Landschaft» mit modernen, sozio-ökologischen Strömungen in Einklang zu bringen. Seit November 2000 sind die Rang-Shauka Bürger des neugegründeten indischen Bundesstaates Uttaranchal, an dessen Formierung sie maßgeblich beteiligt waren. Die Studie fußt zum überwiegenden Teil auf Primärdaten, die über Jahre hinweg auf Basis verschiedenster diskursiver Methoden gesammelt wurden. Im Zentrum steht die soziokulturelle Dynamik einer semi-nomadischen Gesellschaft.
Aus dem Inhalt: Migrationsverhalten und soziokulturelle Dynamik von Semi-Nomaden des Hochhimalayas – Wirtschaftlicher Wandel und soziale Entwicklung im zentralindischen Himalaya – Kosmologie und religiöser Phänomenkomplex von Bewohnern des indisch-nepalesisch-tibetischen Grenzlandes – Historischer Rückblick und mythologische Quellen alten Brauchtums im indisch-tibetischen Grenzland – Gesellschaftliche Stratifizierung und politische Geschichte Uttaranchals.