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Schizophrenie als literarische Wahrnehmungsstruktur am Beispiel der Lyrik von Jakob Michael Reinhold Lenz und Jakob van Hoddis

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Anne-Christin Nau

Thema der Arbeit sind die Beziehungen zwischen Schizophrenie als Krankheit und als Textstruktur. Inwieweit bei literarischen Texten von schizophrenen Wahrnehmungsstrukturen gesprochen werden kann, wird am Beispiel der Lyrik von Lenz und van Hoddis untersucht. Methodische Grundlagen für die Gedichtinterpretationen werden aus der psychoanalytischen Literaturwissenschaft abgeleitet. So wird der sinnvolle Transfer psychiatrischer Schizophreniekonzepte auf literarische Texte ermöglicht. Krankheitsdiagnosen in bezug auf die Autoren lassen sich aus ihren Texten nicht ableiten. Doch biographische, konfliktbesetzte psychische Bereiche kristallisieren sich heraus. Der ‘schizophrene’ Interpretationsansatz erfaßt die Verrückung sprachlicher, kreativer, affektiver und kognitiver Funktionen in einer Komplexität, die ihn generell zur Analyse literarischer Texte geeignet erscheinen läßt.
Aus dem Inhalt: Auseinandersetzung mit ‘Schizophrenie’ als Krankheitskonzept - anders sehen, fühlen und denken – Methodische Grundlagen: Schizophrenie als Interpretationsansatz – Lyrik und Schizophrenie – Jakob Michael Reinhold Lenz und Jakob van Hoddis – Psychiatriegeschichte.