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Wasser der Romantik

Eine Studie zu den Raum-Zeit-Bezügen bei Jean Paul und J.M.W. Turner

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Christa Sütterlin

Wasser - unerschöpfliche Quelle dichterischer und malerischer Inspiration. Bei näherem Hinsehen (auf zwei grosse Exponenten romantischer Dichtung und Malerei) erweist sich Wasser auch als jener Stoff der Phantasie, welcher die durch die Gattung gesetzten Grenzen von innen aufweicht und übergreift: bei Jean Paul innerhalb einer Dichtung, die mit ihren zeitlichen Ausdrucksmöglichkeiten menschlichen Bewusstseins bis zur Aufhebung des Zeit- und Sprach-Stroms spielt, und bei Turner innerhalb einer Malerei, die an ihre räumliche und bildnerischen Aussagegrenzen stösst. Wasser ist in beiden Fällen tragendes und auslösendes, den epochebildenden Hintergrundsmächten zugehöriges Element. Also «romantisches» Element im ausgezeichneten Sinn.
Aus dem Inhalt: Jean Paul: Das Meer des Innern und die Ströme des Lebens. Landschaft: der schwindende Widerstand. Der Wasser-Schleier: Liane. Wasser-Spiegel: Licht und Wasser. Wasser-Spiele. Turner: Die traditionelle Landschaft. Klassischer Schichtenbau und Idylle. Die Fluss- und Seenlandschaft. Das Bild-Gleichgewicht: Die Aufhebung der Raumtiefe im Horizont. Marine-Bilder, Venedig. Die Öffnung des Horizonts. Der Einbruch der Raumtiefe. Der Wirbel: Die Katastrophenbilder. Verselbständigung des Wirbels und totale Räumlichkeit. Aggregatraum.