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Migration und Individualisierung

Grundlegende Handlungsorientierungen bei Auswanderungen aus Westeuropa in die Vereinigten Staaten

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Elisabeth Scheibelhofer

Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, welche Gestalt Auswanderungen aus Westeuropa seit den 1960er Jahren annehmen. Anhand von qualitativen Interviews wird ein Modell individueller Handlungsorientierungen entwickelt, das dazu beitragen soll, dieses bislang in der Migrationsforschung vernachlässigte Thema zu bearbeiten. Dabei zeigt sich, dass die zur Diskussion stehenden Handlungsorientierungen vor dem theoretischen Hintergrund der Entwicklung einer Zweiten Moderne verständlich werden. Migration stellt sich somit in der Perspektive der Einzelnen als eine mögliche Option dar, um den eigenen Lebensverlauf entsprechend der zur Verfügung stehenden Ressourcen zu gestalten. Daraus resultieren Migrationsverläufe, die von den untersuchten Personen am Beginn der Wanderung nicht als solche geplant waren und die in ihrer späteren Ausformung oftmals transnationale Handlungsorientierungen mit einschließen.
Aus dem Inhalt: Migration in modernen Gesellschaften – Modelle zu Ursachen und Verlauf von Migrationen – Die Forschungsperspektive der transnationalen Migrationsforschung – Individualisierung und Migration – Der Diskurs um Individualisierungstendenzen in modernen Gesellschaften – Weiterführender Diskurs und Kritik der Individualisierungsthese – Graduelle Migration als moderne Form der Wanderung – Die grundlegenden Orientierungen im Verlauf der Migrationsbiographien – Wechselwirkungen zwischen Modernisierung und Migration – Eine neue Forschungsperspektive: Transnationale Migration als Untersuchungsansatz.