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Das Scheidungsverhalten türkischer Migrantinnen der zweiten Generation in der Bundesrepublik

Die subjektiven Ursachen und Folgen der Scheidung Kulturpendlerinnen

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Talibe Süzen

Diese Arbeit untersucht mittels des hermeneutischen Analyseverfahrens, inwieweit Emanzipationsbestrebungen, veränderte Familienbilder und -formen, die berufliche Situation, das veränderte soziale Umfeld und die ökonomische Unabhängigkeit Migrantinnen der zweiten Generation aus der Türkei in ihrem Entschluss zur Scheidung beeinflusst haben. Den methodischen Ansatz der Studie bildet die Biographieforschung. Zur empirischen Datenerhebung wurde das biographisch-narrative Interview gewählt. Zum einen geht es hier darum, die Wechselwirkungen zwischen Migration, Individualisierung, Modernisierung und dem Scheidungsverhalten der Migrantinnen am Beispiel der Biographien von fünf Frauen zu analysieren. Zum anderen werden die spezifischen biographischen Momente der Ehescheidung, die Konfliktmomente, der wechselwirkende Zusammenhang zwischen Migrationsprozess und Scheidungsverhalten untersucht.
Aus dem Inhalt: Das Individualisierungskonzept – Geschlechterverhältnisse in unterschiedlichen Milieus – Der Strukturwandel der Familie im Kontext des Individualisierungsprozesses in der Bundesrepublik – Historischer Abriss zur «Gastarbeiterperiode» – Der gegenwärtige Scheidungsdiskurs in der Bundesrepublik – Das Forschungsdesign – Die Rekonstruktion der erlebten und erzählten Lebensgeschichten in Einzelfallanalysen – Kontrastiver Vergleich der dargestellten Biographien und theoretische Verallgemeinerung.