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Zwischen Putsch und Paradies: Chile in den deutschsprachigen und französischsprachigen Literaturen Europas

Eine imagologische Analyse mit Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert

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Jürgen Strasser

Diese Analyse hat zum Ziel, die in den verschiedenen Texten vorhandenen Bilder Chiles in den deutschsprachigen und französischsprachigen Literaturen mit Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert kontrastiv zu vergleichen. Die Herangehensweise und Methodik fügt sich nicht unbedingt in den klassischen Kanon literaturwissenschaftlicher Arbeiten ein und trägt in gewisser Weise experimentellen Charakter, weil von einem quantitativen Literaturbegriff (also keiner Unterscheidung nach gattungsspezifischen oder ästhetischen Kriterien) ausgegangen wird. Somit ergibt sich ein mit vergleichbaren imagologischen Arbeiten umfangreicheres Textkorpus, dessen vorhandene Bilder nach systematischen Kriterien ausgewertet werden. Innovativ ist dabei der Ansatz, Texte aus zwei Sprachräumen miteinander zu vergleichen, um die differenzierten Wahrnehmungen durch deutschsprachige und französischsprachige Autoren/innen zu beleuchten. So werden etwa auch die Bilder analysiert, die deutsch- und französischsprachige Reisende in Chile voneinander wahrnehmen. Ziel dieser Arbeit ist es, am Beispiel Chiles zu einem besseren Verständnis des Zustandekommens der europäischen Wahrnehmung außereuropäischer Kulturen und damit zu einem interkulturellen Dialog beizutragen.
Aus dem Inhalt: Einführung – Europäische Blicke nach Westen – Analyse des Textkorpus – Schlussbemerkungen zum Mythos Chile – Bibliographie – Personenregister.