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Ernst Fuhrmann: Fotoregisseur

Die Pflanzenfotografien des Auriga-Archivs- Zivilisationskritische Tendenzen in der Fotografie der Neuen Sachlichkeit

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Wiebke von Hinden

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Pflanzenfotografien des Auriga-Archivs, die zwischen 1922 und 1935 unter der Leitung des Kulturschaffenden Ernst Fuhrmann entstanden. Die Studie zeigt, dass die Aufnahmen als frühe Werke neusachlicher Fotografie gelten können. Der Ursprung neusachlicher Fotografie ist im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichen Visualisierungsstrategien und künstlerischer Ästhetik zu sehen. Die Fotografien wurden in Büchern von Ernst Fuhrmann veröffentlicht, die von lebensreformerischer Zivilisationskritik geprägt sind. Die Untersuchung weist nach, dass zivilisationskritische Tendenzen eine zentrale Erklärungskategorie für neusachliche Fotografien bilden. Sie liefert damit auch einen Beitrag zur Interpretation der Arbeiten von Karl Blossfeldt und Albert Renger-Patzsch.
Aus dem Inhalt: Das fotografische Bild zwischen Kunst und Naturwissenschaft – Ernst Fuhrmann und der Auriga-Verlag: Das Nordische und das Organische – Die Pflanzenfotografien des Auriga-Archivs im Umkreis lebensreformerischer Ansätze – Naturformen der Kunst und Kunstformen der Natur: Zur Tradition zweier Diskurse – Zivilisationskritische Tendenzen in der neusachlichen Fotografie.