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Das «domicile»-Prinzip im englischen Internationalen Privatrecht und seine europäische Perspektive

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Maike Kreitlow

Das englische Internationale Privatrecht bestimmt das Personalstatut nach dem domicile der Person. Der Domizilbegriff stammt aus dem römischen Recht und erhielt seine nationale Ausprägung im englischen common law. Trotz zahlreicher Reformbemühungen besteht das domicile-Prinzip seit seiner Entstehung nahezu unverändert und unkodifiziert fort. Im zusammenwachsenden Europa mehren sich die Berührungspunkte mit dem englischen Anknüpfungsmoment. Im Rahmen der Vereinheitlichung der europäischen Kollisionsrechte wirft die englische Spielart der Domizilanknüpfung – als Konkurrenzmodell zur Staatsangehörigkeitsanknüpfung der meisten kontinentaleuropäischen Rechtsordnungen – die zentrale internationalprivatrechtliche Frage nach der bestmöglichen Verknüpfung von Person und Recht auf. Ziel dieser Arbeit ist es, ein besseres Verständnis der Systematik des domicile-Prinzips zu fördern, um die Anwendung der common law-Regeln zu erleichtern und deren Bedeutung für die Entwicklung in Europa herauszustellen.
Aus dem Inhalt: Historische Grundlagen des domicile-Prinzips – Englischer Rechtsbegriff des domicile – Anwendungsbereich des personal law Allgemeine Grundsätze des geltenden domicile-Prinzips – Erscheinungsformen des domicile Nachweis des domicile – Nationale Reformen in England – Zukunft des domicile-Prinzips in Europa – Entwicklung eines europäischen –Anknüpfungsmomentes.