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Sangspruchtradition

Aufführung – Geltungsstrategien – Spannungsfelder

Series:

Margreth Egidi, Volker Mertens and Nine Miedema

Die Beiträge widmen sich der Sangspruchtradition vom Beginn bis zur meisterlichen Lieddichtung und zum Meistergesang und nähern sich ihr in kommunikationsgeschichtlicher Perspektive: Das aktuelle Paradigma der Performanz wird vom Minnesang auf die Schwestergattung übertragen; Redepositionen, Geltungsansprüche und -strategien werden analysiert. Weiterhin werden die Spannungsfelder in den Blick genommen, in denen sich Sangspruchdichtung und Meistergesang bewegen; dies umfasst Wechselbeziehungen zu anderen Gattungen ebenso wie Affinitäten zu nichtliterarischen Diskursen.
Aus dem Inhalt: Margreth Egidi/Volker Mertens/Nine Miedema: Einleitung – Margreth Egidi: Der performative Prozess. Versuch einer Modellbildung am Beispiel der Sangspruchdichtung – Albrecht Hausmann: Wer spricht? Strategien der Sprecherkonstituierung im Spannungsfeld zwischen Sangspruchdichtung und Minnesang – Franziska Wenzel: Formen der Geltungsbehauptung im Klingsor-Wolfram-Streitgedicht Der Stubenkrieg – Annette Volfing: wisheit hat alle ding geticht. Spruchdichtung als Weisheitsliteratur – Winfried Neumann: Zum literarischen Kontaktfeld des Hans Sachs – Christoph Fasbender: Meistergesang und Sterbekunst – Volker Mertens: Meistergesang und Predigt. Formen der Performanz als Legitimationsstrategien im späten Mittelalter.