Show Less
Restricted access

Zwangsbehandlung von psychisch Kranken im Betreuungsrecht

Series:

Wolfgang Popp

Die Zwangsbehandlung psychisch Kranker im Rahmen des Betreuungsrechts ist eine rechtlich schwierige Materie. Der Betreuer muss hierbei zum einen den Schutz des Betreuten vor sich selbst im notwendigen Maße gewährleisten, zugleich aber auch dessen Selbstbestimmungsrecht soweit wie möglich wahren. Ausgehend von diesem Dilemma stellt die Arbeit die rechtlichen Rahmenbedingungen dar. Insoweit werden neben allgemeinen Fragen der Behandlung psychisch Kranker insbesondere die Grenzen für das Betreuerhandeln dargestellt. Einen Schwerpunkt bildet die strittige Frage, ob der Betreuer die Behandlung derzeit zwangsweise durchsetzen kann, was der Verfasser ablehnt. Darüber hinaus werden besondere Behandlungssituationen und antizipierte Vorsorgemöglichkeiten für den Betroffenen erörtert.
Aus dem Inhalt: Allgemeine Grundsätze bei der Behandlung psychisch Kranker – Grundrechtliche Aspekte der Zwangsbehandlung – Die Bedeutung von Wohl und Wunsch des Betreuten bei der Zwangsbehandlung – Die Grenze der Einwilligungsbefugnisse des Betreuers – Die gerichtliche Kontrolle des Betreuers nach § 1904 BGB – Die strittige Frage der zwangsweisen Durchsetzung der Einwilligung – Sonderfälle der Zwangsbehandlung (Sterbehilfe, Zwangsernährung, Sterilisation, Schwangerschaftsabbruch) – Vorsorgemöglichkeiten des Betroffenen.