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Die Zueignungsabsicht beim Diebstahl

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Stefan Meister

Das gesetzliche Merkmal der Zueignungsabsicht beim Diebstahl ist trotz seiner langen dogmengeschichtlichen Tradition strafrechtsdogmatisch noch weitgehend ungeklärt. Bei der Bestimmung des Zueignungsbegriffs zeigt sich im Schrifttum verbreitet Resignation gegenüber den bestehenden dogmatischen Defiziten. Die wissenschaftliche Diskussion zersplittert zunehmend in eine vorwiegend an Strafwürdigkeitserwägungen orientierte Einzelfallerörterung. Ziel der Untersuchung ist es, die Inhalte und Funktionen des Merkmals Zueignungsabsicht aufbauend auf einer dogmengeschichtlichen Betrachtung in einer in sich folgerichtigen und praktisch überzeugenden Gesamtkonzeption zu erfassen. Die Untersuchung behandelt im einzelnen den aus Ent- eignungs- und Aneignungselement bestehenden Zueignungsbegriff und die im Diebstahlstatbestand auf die Zueignung bezogenen Begriffe der Absicht und der Rechtswidrigkeit.
Aus dem Inhalt: Die Unterscheidung zwischen Enteignungs- und Aneignungselement des Zueignungsbegriffs – Die Enteignung als im wesentlichen vollständige Beeinträchtigung des zivilrechtlichen Eigentumsinhalts – Die Aneignung als Verfolgung insgesamt überwiegend positiver Eigeninteressen an der Sache – Die Absicht als zielgerichteter Wille – Die Rechtswidrigkeit als Verletzung des Rechtsguts Eigentum durch zivilrechtlichen Eigentumsangriff.