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Familienmuster – Musterfamilien

Zur Konstruktion von Familie in der Literatur

Series:

C. Brinker-von der Heyde and Helmut Scheuer

Familie ist gleichsam eine Welt im Kleinen, derer sich zu allen Zeiten mit Vorliebe die Literatur bedient, um die vielfältigen Facetten menschlichen Zusammenlebens darzustellen. Die literaturwissenschaftliche Forschung hat sich des Paradigmas Familie seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts bemächtigt und in einer nahezu unüberschaubaren Fülle von Publikationen abgehandelt. Dieser Band versteht sich als einführende Lektüre mit dem Ziel, in einem Gang durch die Jahrhunderte vom Mittelalter bis in die Gegenwart an ausgewählten Texten einerseits auf die Pluralität und Historizität von Familienmodellen zu verweisen, andererseits auf immer wiederkehrende Muster und deren unterschiedliche Aussage beziehungsweise Wertung je nach historischem Ort und/oder Gattungskontext aufmerksam zu machen.
Aus dem Inhalt: Claudia Brinker-von der Heyde: Einführung – Claudia Brinker-von der Heyde: Familienmodelle im Mittelalter: Ein Überblick – Elisabeth Schmid: Engelhard und Dietrich: Ein Freundespaar soll erwachsen werden – Maria E. Müller: Die Leiche im Keller. Zum Chronotopos des Hauses in der Erzählliteratur der Frühen Neuzeit – Thomas Strässle: Auf der Suche nach dem verlorenen Vater: Pikarische Familienmuster. Am Beispiel von Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch – Matthias Luserke-Jaqui: Familienmuster - Musterfamilien: Über Heinrich von Kleists Die Familie Schroffenstein (1803) – Helmut Scheuer: «Autorität und Pietät» - Wilhelm Heinrich Riehl und der Patriarchalismus in der Literatur des 19. Jahrhunderts – Walter Erhart: Thomas Manns Buddenbrooks und der Mythos zerfallender Familien – Thomas Anz: Das Gesetz des Vaters. Autorität und Familie in der Literatur, Psychoanalyse und Kulturwissenschaft des 20. Jahrhunderts – Lothar Mikos: Fernsehfamilien – Ulf Abraham: Harry Potter als Familienlektüre.