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Ausdruck macht Eindruck

Bürgerliche Körperpraktiken in sozialer Kommunikation um 1800

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Kirsten Frieling

In dieser Arbeit wird der Körper als Träger sozialer Kommunikation, als Ausgangspunkt für Vergesellschaftung betrachtet. Unter Rückgriff auf das wissenssoziologische Konzept der Lebenswelt werden anhand von Anstandsbüchern diejenigen normativen ‘Körperpraktiken’ – Mimik, Gestik, Körperhaltungen und das ‘Sich Kleiden’ – welche das Bürgertum in der Kommunikation verwendete, beschreibend rekonstruiert und auf ihre Bedeutung für die Konstituierung, Stabilisierung und Reproduktion bürgerlicher Identität um 1800 befragt. Dabei werden sowohl die Rolle des Körpers als Ausdrucksfläche für idealtypische bürgerliche Charaktereigenschaften und für die bürgerliche Geschlechterordnung als auch seine Abgrenzungsfunktion gegenüber anderen Gesellschaftsgruppen in den Blick genommen.
Aus dem Inhalt: Körper als Bestandteil nonverbaler Kommunikation – Bedeutung des Körpers für Prozesse der Identitäts- und Gruppenbildung – Körper als Ausdrucksfläche bürgerlicher Charaktereigenschaften – Die bürgerliche Geschlechterordnung - Konzepte von Männlichkeit und Weiblichkeit um 1800 – Abgrenzungsfunktion des Körpers gegenüber anderen Gesellschaftsgruppen – Bedeutung des Körpers für eine bürgerliche Identität.