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Gasthäuser und Gerüchte

Zu integrativer Polyphonie im Werk Wilhelm Raabes

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Brigitte Dörrlamm

Konventionell in seinen Inhalten, unterscheidet sich das Erzählen Wilhelm Raabes von den Narrationsverfahren seiner dem Realismus zugeordneten Zeitgenossen. Es ist deutlich intertextuell und kommunikativ geprägt. Die Untersuchung geht von der Bedeutung von Gaststätten und Zeitungen als von bevorzugten Kommunikationszentren im 19. Jahrhundert aus. Sie zeigt ihre narrative Funktionalisierung als polyphone und mediale Instanzen im Werk des experimentierfreudigen Autors. Im Gerücht als einer genuin polyphonen und nicht-linearen Kommunikation sieht sie ein eigenes, in die Moderne vorweisendes Erzählformat.
Aus dem Inhalt: Das Wirtshaus als Kommunikationszentrum in Raabes Leben und Werk – Formen und Analysen polyphoner Narration – Ein Verweisungssystem aus Wirtshausnamen – Erzähler-Figuren-Vielfalt – Das Gerücht als polyphones Erzählen und rekurrentes Zeichen.