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Textästhetik bei Helmut Heißenbüttel

«Das Textbuch» und «Projekt Nr. 1: D’Alemberts Ende»

Series:

Youn-Suk Hwang

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, Heißenbüttels Textästhetik zu untersuchen und systematisch darzustellen, mit Schwerpunkt auf den zwei zentralen Texten Das Textbuch (1970) und Projekt Nr.1: D’Alemberts Ende (1970), in denen er sich mit Fragen seines Selbstverständnisses sowie seiner ästhetischen Konzeption auseinandergesetzt hat. Charakteristisch dabei ist, dass er in einschneidenden Aspekten seiner ästhetischen Konzeptionen Grundannahmen wie Ziele der traditionellen Literaturerkenntnis ablehnt und durch neue Prämissen und Zielsetzungen ersetzt. Diese Ablehnung der erkenntnistheoretischen Grundlagen von Heißenbüttels Überlegungen erreicht durch seine scharfsinnigen Analysen fundamentaler Krisenerscheinungen innerhalb der Literatur des 20. Jahrhunderts einen Höhepunkt. Seine auf die Spätzeitlichkeit basierenden Impulse sind auf der Suche nach einem Neuland, das nicht fremde Außenwelt ist, sondern vielmehr «der unbekannte innere Kontinent». Es sind Erkundungen über den Menschen und seine Sprache.
Aus dem Inhalt: Text, Textbuch und die Gattungsfrage – Die variable Kombinatorik des Rekapitulierbaren – Demonstrationen der anti-subjektivischen und anti-illusionistischen Sprachrealisierung – Das Textbuch und Projekt Nr. 1: D’Alemberts Ende – Die Organisationsform: Zitat-Collage-Material – Untersuchung der Namen der neun Redefiguren – Das Einleitungskapitel und Goethes Wahlverwandtschaften – Das sprachautonome Erzählprojekt und die «radikale Aufklärung».