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«Schnell oder gut?»

Die Bedeutung des Beschleunigungsgrundsatzes im Jugendstrafverfahren

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Andreas Mertens

«Die Strafe muss der Tat auf dem Fuße folgen!» – Immer wieder wird in Politik und Wissenschaft die Beschleunigung der Jugendstrafverfahren gefordert, die als unverzichtbare Voraussetzung für die erzieherische Wirkung der Strafe gilt. Doch kann diese vermeintliche Selbstverständlichkeit einer wissenschaftlichen Betrachtung tatsächlich standhalten? Durch die Auswertung psychologischer, pädagogischer und kriminologischer Theorien kommt der Verfasser zu einer starken Relativierung der Forderung nach schnellerer Bestrafung. Auch das Jugendgerichtsgesetz kennt Rechtsinstitute, die eher zu einer Verzögerung der Verfahren führen. Die theoretische Untersuchung wird durch die Vorstellung und Diskussion praktischer Modellprojekte ergänzt, die sich die Verfahrensbeschleunigung zum Ziel gesetzt haben.
Aus dem Inhalt: Überblick über die Diskussion zum Beschleunigungsgrundsatz – Erfahrungswissenschaftliche Hinterfragung seiner erzieherischen Wirksamkeit: Psychologie, Pädagogik, Kriminologie – Dogmatische Hinterfragung – Aktuelle Entwicklung: Politik und Praxismodelle.