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Die Wiederaufarbeitung von bestrahlten Kernbrennstoffen in der Bundesrepublik Deutschland

Technologische Chance oder energiepolitischer Zwang

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Wolfgang Issel

Die Wiederaufarbeitung von bestrahlten Kernbrennstoffen durch chemisch-physikalische Trennprozesse war Bestandteil schon der ersten Arbeiten bei der Erforschung und Nutzung des atomaren Spaltvorgangs. In Deutschland befassten sich Politik, Forschung und Industrie erst nach Erlangung der Souveränität 1955 mit den Möglichkeiten, durch Wiederaufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie die Basis der begrenzten Energieressourcen zu erweitern. Mit erheblichem finanziellen, personellen und materiellen Aufwand wurde die Technologie zu großer technischer Reife entwickelt. Aus politisch-gesellschaftlichen Gründen, aber auch aus wirtschaftlichen Überlegungen, mussten jedoch entsprechende Vorhaben in der Bundesrepublik 1990 eingestellt werden. Die technischen, politischen und gesellschaftlichen Abläufe, die diese Technologie gefördert, behindert und letztlich zur Aufgabe gezwungen haben, werden aufgezeigt und bewertet.
Aus dem Inhalt: Wissenschaft und Technik der Wiederaufarbeitung bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie – Chronologische Entwicklung von 1939 bis 2001 – Projekte zur Schließung des Brennstoffkreislaufs – Gesellschaftliche Wirkungen und Urteile – Das Scheitern eines großen technischen Systems.