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Die Erwartungstheorie der Zinsstruktur: Variable Zeitprämien, Regimeunsicherheit und Markov-Switching-Modelle

Eine empirische Analyse für den deutschen Rentenmarkt

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Robert Perl

Gegenstand der Arbeit ist die empirische Untersuchung der Erwartungstheorie der Zinsstruktur für den deutschen Rentenmarkt. Unter den üblichen Annahmen der rationalen Erwartungsbildung und der Konstanz der Zeitprämien lassen sich kaum empirische Hinweise für die Gültigkeit der Erwartungstheorie finden. Eine statistische Ablehnung des Modells kann zum einen in der Nichtberücksichtigung einer variablen Zeitprämie und zum anderen durch eine nichtadäquate Modellierung der Erwartungen begründet sein. In dieser Arbeit werden daher beide Annahmen modifiziert und mit Hilfe von Markov-Switching-Modellen Regimeunsicherheiten und variable Zeitprämien simultan berücksichtigt. Dabei zeigt sich, daß die Evidenz zu Gunsten der Gültigkeit der Erwartungstheorie in diesem Ansatz deutlich besser ausgeprägt ist und die geschätzten Regime sehr gut mit dem deutschen Konjunkturzyklus korrespondieren.
Aus dem Inhalt: Theoretische Ansätze zur Erklärung der Zinsstruktur – Rationale Erwartungen, konstante Zeitprämien und die Zinsstruktur am deutschen Rentenmarkt – Erklärungsansätze für die mangelnde Evidenz der rationalen Erwartungstheorie bei konstanten Zeitprämien – Methodische Grundlagen von Regime-Switching-Modellen – Variable Zeitprämien, Regimeunsicherheiten und die Zinsstruktur am deutschen Rentenmarkt.