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Arbeitslosigkeit und Gerechtigkeit

Zur Begründung eines Rechts auf Arbeit

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Gesine Röhrig

Arbeitslosigkeit gilt als zentrales Problem heutiger Sozialstaaten. Diese Arbeit betrachtet es aus normativer Perspektive: Sie fragt danach, welche Rechte Arbeitslosen zukommen und welche Maßnahmen zum Abbau der Arbeitslosigkeit daher legitim sind. Ausgehend von der liberalen Kritik am Sozialstaat, nach der der Staat nur Gerechtigkeit, nicht aber Wohltätigkeit erzwingen dürfe, untersucht sie verschiedene Begründungsstrategien sozialer Menschenrechte daraufhin, ob sich mit ihnen ein Recht auf Arbeit als eine Forderung der Gerechtigkeit ausweisen lässt. Sowohl Begründungen, die sich auf menschliche Bedürfnisse berufen, als auch solche, die alle Güter einer gleichen Verteilung unterwerfen wollen, scheinen die Grenze zwischen Wohltätigkeit und Gerechtigkeit zu überschreiten. Als überzeugend wird eine Position angesehen, die das Recht auf Arbeit als Sicherstellung des Zugangs zum Gemeineigentum begründet.
Aus dem Inhalt: Ein Menschenrecht auf Arbeit: Erläuterungen der Grundbegriffe – Drei alternative Begründungsstrategien für ein Recht auf Arbeit: die Bedürfnis-, die Gleichverteilungs- und die Eigentumsauffassung – Die Umsetzung eines Rechts auf Arbeit: Wer bekommt welche Arbeit?