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Die Beurteilung von Forschungs- und Entwicklungskooperationen zwischen Herstellern und Zulieferern in der deutschen Automobilindustrie nach europäischem und deutschem Kartellrecht

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Ulfert Frenzel

Die moderne Automobilindustrie ist durch das Phänomen der sukzessiven Rückführung der Fertigungs- und Entwicklungstiefe geprägt, die den Automobilhersteller immer weniger zum Automobilbauer und immer mehr zum Assembler werden lässt. Dieses Phänomen wird jedoch nicht durch ein reines outsourcing realisiert, sondern mit Hilfe eines kooperativ-integrativen Entwicklungs- und Konstruktionsprozesses zwischen Zulieferer und Hersteller. Damit tritt das kartellrechtliche Regulierungsinstrumentarium in das Blickfeld, das die Aufgabe hat, der von manchen beobachteten Sorge um die Beeinträchtigung des aktuellen und potentiellen Wettbewerbs durch die Zusammenarbeit von Herstellern und Zulieferern entgegenzuwirken. Diese Arbeit leistet dazu ihren Beitrag, indem sie der Frage nach der kartellrechtlichen Zulässigkeit der Zusammenarbeit von Herstellern und Zulieferern in Forschungs- und Entwicklungskooperationen nachgeht.
Aus dem Inhalt: Die Wettbewerbssituation auf den Automobil- und Automobilzuliefermärkten – Preiskampf und Transaktionskostentheorie – Rückführung der Fertigungs- und Entwicklungstiefe der Automobilhersteller durch Forschungs- und Entwicklungskooperationen – «Reine» Forschungs- und Entwicklungskooperationen und Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit Nebenabsprachen zwischen Herstellern und Zulieferern als Gegenstand des deutschen und europäischen Kartellverbots (Art. 81 EGV, § 1 GWB), der Missbrauchsaufsicht (Art. 82 EGV, §§ 16, 19, 20 II GWB) und der europäischen und deutschen Fusionskontrolle.