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Prognoseevaluation konjunktureller Gesamtindikatoren für Deutschland

Eine ökonometrische Analyse von F.A.Z-Konjunkturindikator, Handelsblatt-Frühindikator und Ifo-Geschäftsklima-Index

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Christian Gayer

Konjunkturindikatoren leisten einen wichtigen Beitrag zur Beurteilung der gegenwärtigen und kurzfristig zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen (Stimmungs-)Lage. Ziel dieser Untersuchung ist, ob und inwieweit der unstrittige diffuse Informationsgehalt konjunktureller Frühindikatoren zugleich einen statistisch gesicherten Erklärungsbeitrag zur Entwicklung konkreter makroökonomischer Zielgrößen impliziert, und ob er darüber hinaus in entsprechende (Punkt-)Prognosen umgesetzt werden kann. Die systematische Klärung dieser Fragen erfolgt im Rahmen eines mehrstufigen Evaluationsprozesses sowohl in der ex post- wie in der ex ante-Betrachtung. In inhaltlicher Hinsicht werden neben dem Ifo-Geschäftsklima mit dem Handelsblatt- und F.A.Z.-Indikator zwei zusammengesetzte konjunkturelle Frühindikatoren fokussiert, die bisher noch nicht Gegenstand methodischer Analysen ihrer Prognoseeigenschaften waren. Insbesondere für den Handelsblatt-Indikator zeigt sich ein deutliches Potenzial zur kurzfristigen Wachstumsprognose des Bruttoinlandsprodukts.
Aus dem Inhalt: Konjunktur: Definitions- und Messkonzepte – Empirische Konjunkturzyklen für Deutschland – Methoden der Konjunkturprognose – Der Konjunkturindikatoransatz: Theoretische Rechtfertigungen, Zielsetzungen, Konstruktion – F.A.Z.-, Handelsblatt- und Ifo-Geschäftsklima-Indikator – Vorbereitende Datenanalyse: Zeitreiheneigenschaften – Rationale Prognosen – Evaluationsrahmen: VAR-Modelle – Strukturelle Ex-Post-Analyse – Simulierte Ex-Ante-Prognose: Rollierende Schätzung und Prognose – Vergleich mit ökonometrischen Modellprognosen.