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Tod und Verwandlung

Elias Canettis poetische Anthropologie aus der Kritik der Psychoanalyse

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Lothar Hennighaus

Für die Rekonstruktion der in Canettis Gesamtwerk intendierten Psychoanalyse-Kritik werden die anthropologischen Implikationen einer psychoanalytischen Interpretation an Canettis Werk im zeit- genössischen Kontext exemplifiziert und ad absurdum geführt. Canettis Kritik mündet in einer Kritik der wissenschaftlichen Diskursivität insgesamt und deckt auf, dass deren Erkenntnis eine Form der aggressiven Bemächtigung des Objektes bildet. Somit ist sie Teil einer Vermeidungsstrategie des Forscher-Subjektes. Canettis eigenes Werk kann dagegen als realisiertes Modell einer Anthropologie gelten, die poetisch und ohne Macht-Interesse die condition humaine aus den Konstanten Tod und Verwandlung erklärt.
Aus dem Inhalt: Der Blick der Psychoanalyse - «Die Blendung» des Philologen - Die Welt des Psychiaters: «Ein Irrenhaus» - Das anthro- pologische Interesse: Der Blick in den Spiegel - Exkurs: China.