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Die deutsche Inflation 1919-1923

Politik und Ökonomie

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Helmut Kerstingjohänner

Thema der Untersuchung ist das Geflecht zwischen Politik und wirtschaftlichen Rahmendaten während der Inflationszeit zwischen 1919 und 1923. Trotz der bislang vorliegenden umfassenden Literatur zur deutschen Inflation ist die Frage nach den wirtschafts- und finanzpolitischen Zielen der verschiedenen Kabinette der Nachkriegszeit unzulänglich beantwortet. Nach der Auswertung der Wirtschaftspresse, Kabinetts- und Reichstagsprotokolle sowie wirtschaftlicher Rahmendaten kommt der Autor zu dem Schluss, dass es keine Inflationsstrategie der deutschen Politik gegeben hat. Vielmehr ist die primäre Inflationsursache im internationalen Politikzusammenhang zu suchen, also im Ringen um die Reparationen zwischen den Siegermächten des Krieges und dem Deutschen Reich.
Aus dem Inhalt: Die Voraussetzung der «ökonomischen Determination der deutschen Inflation» 1919 bis 1923 – Die Regierungen Scheidemann, Bauer und Müller (Februar 1919 bis Juni 1920) – Die Regierung Fehrenbach (Juni 1920 bis Mai 1921) – Die Regierung Wirth (Mai 1921 bis Oktober 1922) – Freie Märkte und der Wille zur Inflation – Zusammenfassung der Ergebnisse.