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Wertrationalität und notwendige Bildung

Immanuel Kants praktische Philosophie in ihrer Bedeutung für eine heutige pädagogische Ethik

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Michael Großmann

Die pädagogische Theoriebildung der Gegenwart ist geprägt durch eine Vielzahl von Positionen, die jedoch eine verbindliche normative Orientierung weitgehend vermissen lassen. Ziel dieser Arbeit ist zu prüfen, ob Immanuel Kants praktische Philosophie geeignet ist, diese Leerstelle auszufüllen. Vor dem Hintergrund eines spezifischen Deutungsansatzes wird dabei einerseits ein hermeneutisches Vorgehen praktiziert, andererseits wird auf spezifisch philosophische Methoden, wie beispielsweise den Gebrauch reflexiver Argumente, zurückgegriffen. Gerade im Vergleich mit aktuellen Ansätzen der philosophischen Ethik lässt sich zeigen, dass Kants System – insbesondere seine Teleologiekonzeption – ein tragfähiges Fundament für in Wertrationalität begründete Erziehungsprozesse darstellt.
Aus dem Inhalt: Interpretation der praktischen Philosophie Kants: Sphäre der Dinge an sich selbst als strukturierte Spontaneität, die eine zielgerichtete Entwicklung der sichtbaren Welt anstößt – Teleologie als Textförmigkeit – Ableitungen aus diesem Ansatz u. a.: Anleitung für den Umgang mit der Natur, eine tragfähige Eudämonie-Konzeption – Entwurf einer Letztbegründung, die Geltung und Genese (Bildung) miteinander vereint.