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Das «literarische Fräuleinwunder»

Inspektion eines Phänomens der deutschen Gegenwartsliteratur in Einzelfallstudien

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Heidelinde Müller

Was verbirgt sich hinter dem Begriff vom «literarischen Fräuleinwunder», der seit einigen Jahren als Etikett für die Literatur junger deutscher Autorinnen kursiert? In dieser Arbeit wird die Inszenierung der Autorinnen und ihrer Texte im Literaturbetrieb untersucht. Der Kontext der Genderforschung bildet den geeigneten theoretischen Rahmen, um im Inszenierungsprozess ablaufende Konstruktionen von Weiblichkeit aufzudecken. Mit Karen Duve, Jenny Erpenbeck und Alexa Hennig von Lange werden drei «Fräuleinwunder» vorgestellt, die verschiedene Möglichkeiten repräsentieren, sich im medialisierten Literaturbetrieb zu positionieren. Neben der Analyse exemplarischer Texte wird die Rezeption durch die Literaturkritik ebenso berücksichtigt wie die Inszenierung und Selbstinszenierung der Autorinnen.
Die Autorin: Heidelinde Müller, geboren 1973 in Köln. Nach der Ausbildung zur Buchhändlerin absolvierte sie ein Studium der Angewandten Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg. Die Autorin arbeitet als Lektorin.