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Vorbildeinfluss und Motivationsprozesse

Ein Beitrag zu einer Motivationstheorie der Vorbildwirkung

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Frank Halisch

Welchen Einfluss haben erwachsene Vorbilder auf das kindliche Leistungshandeln? Diese keineswegs neue Frage wird neu gestellt. Dazu werden zwei bislang getrennte Forschungstraditionen miteinander integriert: die sozial-kognitive Lerntheorie der Vorbildwirkung (Bandura) und die Leistungsmotivationstheorie (McClelland, Atkinson, Weiner, Heckhausen). Diese Verbindung eröffnet neue Fragestellungen, die nun auf experimentelle Weise angegangen werden. Es wird gezeigt, dass Vorbilder nicht nur Nachahmung bewirken können, sondern unter bestimmten Bedingungen «Kontraimitation» hervorrufen, durch die das Kind sich gezielt vom Vorbild abhebt. Es wird eine Motivationstheorie der Vorbildwirkung vorgeschlagen, die Verhaltens angleichung an das Vorbild ebenso wie Kontraimitation als das Ergebnis eines komplexen Motivationsprozesses zu erklären vermag. Da das Buch einleitend einen umfassenden Überblick sowohl über die Forschungen zum Vorbildlernen als auch über die Leistungsmotivations- und Selbstregulationsforschung gibt, wendet es sich nicht nur an Forscher, die an der speziellen Problematik interessiert sind; es eignet sich auch für einen ersten Einstieg in diese beiden psychologischen Teilgebiete.
Aus dem Inhalt: Vorbildforschung: Theorien und Befunde - Leistungsmotivations- und Selbstregulationsforschung - Fähigkeitswahrnehmung, Kausalattribuierung, Zielsetzung, Selbstbewertung vor und nach Vorbildeinfluss - Imitation und Kontramitation - Eine Motivationstheorie der Vorbildwirkung.