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Aus der Staatsgegnerschaft entlassen

Katja Lange-Müller und das Problem humoristischer Schreibweisen in der ostdeutschen Literatur der neunziger Jahre

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Daniel Sich

Die Arbeit geht von der These aus, daß zwischen der subversiven Schreibpraxis in der DDR und den humoristischen Schreibweisen in der ostdeutschen Literatur der neunziger Jahre ein Zusammenhang besteht. Dieses fröhliche Gelächter droht ohne erneute ästhetische und politische Selbstverständigung in ein schiefes Grinsen zu münden. Mit dem hier entwickelten Ansatz wird das bislang vorliegende Werk von Katja Lange-Müller kritisch beleuchtet. Darüber hinaus geben Einzelanalysen zu Erzähltexten von Jens Sparschuh, Thomas Brussig und Kerstin Hensel der Theorie des schiefen Grinsens eine breitere Basis. Im Anhang liefert ein Interview mit Katja Lange-Müller zusätzliches Material.
Aus dem Inhalt: Aufgewachsen unter den Augen der Staatsmacht – Anmerkungen zur Situierung des Prenzlauer Bergs im System der DDR-Literatur – Subversive Schreibmuster – Materialerkundungen – Katja Lange-Müllers: Wehleid – Die trojanische Schildkröte – Katja Lange-Müllers: Kasper Mauser – Der Prenzlauer Berg unter dem Eindruck des Poststrukturalismus – Verstörungen – Schreiben nach der Wende – Karnevaleske Konfigurationen in der deutschen Gegenwartsliteratur – Das schiefe Grinsen – Überlegungen zu Form und Funktion des Komischen – Ortloser Wortwitz – Jens Sparschuhs: Der Zimmerspringbrunnen – Phallsifizierung der Wende – Thomas Brussigs: Helden wie wir – Ganz real und völlig absurd – Katja Lange-Müllers: Verfrühte Tierliebe – Konstruierte Identitätssuche – Kersten Hensels: Tanz am Kanal: Ein polyphoner Abgesang – Katja Lange-Müllers: Die Letzten.