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Zur Koordinierung der Schuldenstrukturpolitik in Europa

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Volker Anhäuser

Muß der Maastricht-Vertrag um Vorschriften zur Schuldenstruktur ergänzt werden? Dieser Frage geht der Autor modelltheoretisch nach. Er analysiert den Einfluß der Geldpolitik und die Bedeutung der Schuldenhöhe für die optimale Laufzeitenstruktur der Staatsschuld. Es zeigt sich, daß in einer Währungsunion eine unabhängige Geldpolitik und ein glaubwürdiger Haftungsausschluß wesentlich für die wohlfahrtsoptimale Schuldenstrukturpolitik sind. Ohne sie führt einzelstaatliche Optimierung nicht zu einem Wohlfahrtsoptimum bzw. weigern sich hoch verschuldete Staaten der gesamtwirtschaftlich optimalen Koordinierungslösung zuzustimmen. Die Bedeutung der Schuldenstruktur für das Risiko eines Zahlungsausfalles sowie der aktuelle Stand der Debt-Management-Koordinierung in der EWU werden ebenfalls beleuchtet.
Aus dem Inhalt: Die Bedeutung der Schuldenhöhe für die Laufzeitenstruktur der Staatsverschuldung – Der Einfluß der Geldpolitik auf die optimale Schuldenstruktur – Die Bedeutung der Kapitalmärkte für die Disziplinierung staatlicher Schuldner – Zinskosten als Funktion des Default-Risikos.