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Zur Koordinierung der Schuldenstrukturpolitik in Europa

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Volker Anhäuser

Muß der Maastricht-Vertrag um Vorschriften zur Schuldenstruktur ergänzt werden? Dieser Frage geht der Autor modelltheoretisch nach. Er analysiert den Einfluß der Geldpolitik und die Bedeutung der Schuldenhöhe für die optimale Laufzeitenstruktur der Staatsschuld. Es zeigt sich, daß in einer Währungsunion eine unabhängige Geldpolitik und ein glaubwürdiger Haftungsausschluß wesentlich für die wohlfahrtsoptimale Schuldenstrukturpolitik sind. Ohne sie führt einzelstaatliche Optimierung nicht zu einem Wohlfahrtsoptimum bzw. weigern sich hoch verschuldete Staaten der gesamtwirtschaftlich optimalen Koordinierungslösung zuzustimmen. Die Bedeutung der Schuldenstruktur für das Risiko eines Zahlungsausfalles sowie der aktuelle Stand der Debt-Management-Koordinierung in der EWU werden ebenfalls beleuchtet.
Der Autor: Volker Anhäuser studierte Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Leipzig, Harvard, Köln und der London School of Economics (LSE). Zusätzlich zu seinem Diplom an der Universität zu Köln (1999) erwarb er 2000 einen Master of Science in Economics der London School of Economics, bevor er für vier Monate als Assistent des Chefvolkswirts bei einer deutschen Bank in Frankfurt arbeitete. Von 2001-2003 promovierte der Autor an der Universität zu Köln. Nach Abschluß seiner Promotion trat er 2003 in eine Investmentbank in London ein.