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Figuren des Diskurses

Studien zum diskursiven Ort des unteren Figurenpersonals bei Fontane und Flaubert

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Simon Bunke

Diese Studie zu Fontane und Flaubert setzt bei der Ablösung tradierter Begriffe durch das «untere Figurenpersonal» an. Denn diese diskursiv sensible Terminologie erlaubt es, die Untersuchung von literarischen Figuren an die Diskursstrukturen der jeweiligen Texte zurückzubinden. In detaillierten Analysen von Fontanes Romanen L’Adultera und Frau Jenny Treibel sowie von Flauberts Madame Bovary wird dieser doppelte Ansatz erprobt. Die Rekonstruktion des Diskurssubstrats der Texte zeigt, daß Fontanes Romane von einer Schließung des diskursiven Horizonts und einer Entgrenzung der Causerie geprägt sind, während Madame Bovary zum Inszenierungsraum diskursiver Agonalität wird. Auf diese Diskurssubstrate werden dann die unteren Figuren bezogen und in ihrem Verhältnis zu Semantiken des ‘Wahrhaftigen’ und ‘Natürlichen’, aber auch des Agonalen, Transgressiven und Parasitären bestimmt.
Aus dem Inhalt: Vorwort von Gerhard Neumann – Die unteren Figuren als diskursive Grenzgänger – Erzählen unter Bedingungen der Causerie – L’Adultera: Dialekt und Wahrheit – Frau Jenny Treibel: Körperlichkeiten – Flaubert: Szenen der Agonalität – Madame Bovary: Grenzüberschreitungen.