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Innere Emigration und historische Camouflage in Österreich

Zum Widerstandspotenzial in den Historischen Romanen des Rudolf Henz

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Erika Plohberger

Der Historische Roman im Spiegel der Gattungsproblematik und seine Rolle im Dritten Reich sind zwei zentrale Ausgangspunkte dieses Buches. Als Zwittergattung, die über eine hohe Suggestionskraft verfügt, bietet sich das Genre besonders den Autoren der Inneren Emigration an, um versteckte Botschaften einzuflechten. Gab es Innere Emigration und historische Camouflage in Österreich? Anhand des Dichters Rudolf Henz versucht die Autorin exemplarisch darzustellen, dass der Untersuchungsansatz polyperspektivisch sein muss, um widerständisches Potenzial in Historischen Romanen ausloten zu können. Ein derartiger Interpretationszugang bedingt eine intensive historische Auseinandersetzung mit der Person des Autors selbst, aber auch mit der Rezeption während der Nazizeit respektive der Zeit danach.
Aus dem Inhalt: Der historische Roman im Spiegel der Gattungsproblematik – Ideologische und politische Funktionen des Historischen Romans – Exil und Innere Emigration: Der Historische Roman in der Zeit des Nationalsozialismus in Österreich – Die Innere Emigration als Reaktionsform auf den Nationalsozialismus – Schlüsselliteratur und Sklavensprache – Versuch einer Begriffsrelativierung – Methode der historischen Camouflage – Rudolf Henz als Vertreter eines österreichischen «renouveau catholique» – Inhaltliches Widerstandspotenzial in Der große Sturm und Der Kurier des Kaisers – Widerstandspotenzial in Stilistik und Sprachverwendung – Annäherungen an die Literatur und die Ideologie der Nationalsozialisten in den Historischen Romanen von Rudolf Henz.