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Jüdische Identität nach der Shoah als Thema in ausgewählten Kinder- und Jugendbüchern

Inhaltliche Analyse und didaktische Untersuchungen auf deren Verwendbarkeit im Katholischen Religionsunterricht der Sekundarstufe I

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Birgitt Kokemüller

Die Arbeit setzt sich inhaltlich mit der Zeit nach der Shoah auseinander. Anhand einer exemplarischen Auswahl von Jugendbüchern wird untersucht, wie junge Menschen und Kinder entweder als Überlebende oder Vertreter der Zweiten / Dritten Generation ihr Leben (neu) ordnen, ihre jüdische Identität akzeptieren und begreifen. In den Analysen von acht Kinder- und Jugendbüchern unter Betonung der Jüdischen Identität wird deutlich, wie diese sich bei den Protagonisten auf verschiedene Weise entwickelt, wobei die entweder selbst erlebte Vergangenheit der Shoah oder das Bewußtsein der Ermordung von Familienmitgliedern den Hintergrund bilden. Die besonderen Schwierigkeiten und Chancen im Umgang mit jüdisch-israelischer Kinderliteratur nach der Shoah werden sichtbar und mit grundlegenden Aspekten heutiger Diskussion verknüpft: Kinder- und Jugendbücher stellen im allgemeinen bestimmte Weltbilder, Beziehungsmuster und Handlungsstrukturen vor. Sie zeigen offen und hintergründig an, wie die Gesellschaft mit einem Problem umgeht.
Aus dem Inhalt: Zeitgeschichtlicher Rückblick als Grundlage zum Begriff Jüdische Identität (4. Jahrhundert bis 1945) – Neuorientierung der Juden nach der Shoah in territorialer und psychischer Hinsicht – Literaturgeschichtliche Reflexion der Kinder- und Jugendliteratur nach 1945 mit Betonung der Thematik der Shoah – Analysen von acht Kinder- und Jugendbüchern mit der Betonung der Jüdischen Identität – Didaktische Abhandlung über Judentum und Shoah als Thema im Religionsunterricht – Interkulturalität und Interreligiösität in Bezug auf die Thematik – Unterrichtsvorschläge für die zuvor analysierten Jugendbücher.