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Kriterien der Abgrenzung von Anstiftung und mittelbarer Täterschaft

Ein Beitrag auf der Grundlage einer personalen Handlungslehre

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Bettina Noltenius

Bei jeder Art der Beteiligung geht es um Formen der Zurechnung bzw. Mitzurechnung von Handlungen anderer. Grundlage für das Strafrecht und damit auch für die Abgrenzungskriterien von Anstiftung und mittelbarer Täterschaft ist die Person in ihrer Selbstverantwortlichkeit. Wie kann es dann eine mittelbare Täterschaft überhaupt geben, bei der jemand «durch einen anderen» handelt und wie lässt es sich begründen, dass der Anstifter «gleich einem Täter» bestraft wird, obwohl die Hauptverantwortung doch der Angestiftete trägt? Einmal anerkannt, dass es mittelbare Täterschaft und Anstiftung als unterschiedliche Beteiligungsformen «gibt» – wie grenzt man sie voneinander ab? Die Arbeit behandelt diese Fragen und überprüft die scheinbar unumstößlichen Auffassungen von Rechtsprechung und Literatur auf der Basis einer Rechtsphilosophie der Freiheit.
Die Autorin: Bettina Noltenius, geboren 1973 in Osnabrück, studierte Rechtswissenschaften und Philosophie an den Universitäten Trier und Nancy. Nach dem Ersten Staatsexamen 1999 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozeßrecht und Rechtsphilosophie von Prof. Dr. Zaczyk. Sie verfaßte im Rahmen dieser Tätigkeit ihre Dissertation. Seit Oktober 2002 absolviert sie den juristischen Vorbereitungsdienst am Hanseatischen Oberlandesgericht in Bremen.