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Erinnerung an Wittgenstein

«"kein</I> Sehen in die Vergangenheit»?

Series:

Wilhelm Lütterfelds

Wenn man Wittgensteins Analysen zum Phänomen der Erinnerung, wie er sie in seinen Philosophischen Bemerkungen vorträgt und denen auch der Titel dieses Bandes der Wittgenstein-Studien entnommen ist, folgt, dann können die Beiträge dieses Buches jedenfalls eines nicht sein: eine Art hermeneutischer Rückblick auf Wittgensteins philosophische Untersuchungen und deren Original-Semantik. Philosophische Erinnerungen erzeugen vielmehr in ihrer rezipierenden Interpretation immer wieder eine neue hermeneutische Gegenwart eines Werkes.
Den Autoren dieses Bandes gebührt Dank für ihre Bereitschaft, die hermeneutische Erinnerung an Wittgenstein nicht als ein Sehen in die Vergangenheit (im Sinne der physikalischen Zeit) aufzufassen, sondern Wittgensteins Einsichten in ihren eigenen Untersuchungen und im Horizont ihrer ähnlichen Gedanken selber gegenwärtig werden zu lassen.
Aus dem Inhalt: Wilhelm Lütterfelds: Vorwort – Luigi Cimmino: Wittgensteinsche Denkanstöße zum Problem der Willensfreiheit – Rosaria Egidi: Ungerechtfertigtes Wissen in Wittgensteins später Philosophie – René Heinen: Die «beruhigte Sicherheit» der Lebensform: Wittgenstein jenseits von Nominalismus und Realismus – Matthias Kroß: Philosophie ohne Eigenschaften. Überlegungen zu Wittgensteins Philosophiebegriff – Stefan Majetschak: Privatsprache bei Russell und Wittgenstein. Über einige Hintergründe des sogenannten «Privatsprachenarguments» – Kristóf Nyíri: Wittgensteins Philosophie der Bilder – Klaus Puhl: Das Alltägliche als Kritik und Grenze der Metaphysik – Joachim Schulte: Über eine Bemerkung des Jukundus – Pirmin Stekeler-Weithofer: Philosophie der Mathematik nach Wittgenstein – Wilhelm Vossenkuhl: Solipsism From Redundancy to Irrelevance.