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Die Bestimmung strafbaren fahrlässigen Verhaltens in der Forschung am Beispiel ärztlicher Humanerprobungen

Ein Beitrag zur methodischen Ermittlung und inhaltlichen Bestimmung von Sorgfaltspflichten in der Humanforschung

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Jessica Däbritz

Die Ermittlung fahrlässigen Verhaltens wirft im Forschungssektor Fragen auf, da bei der Ersterprobung am Menschen ein Rückgriff auf Erfahrungswerte zum Gefährdungspotential sowie auf eine Bewertung des Verhaltens innerhalb des Verkehrskreises nicht möglich ist. Die Strukturdifferenz in der Gefahrenanalyse wirkt sich auf die Bestimmung der Voraussehbarkeit der Rechtsgutsverletzung aus. Zudem ist die Entscheidungshoheit über das erlaubte Risiko nach Meinung der Autorin einer Ethikkommission zu übertragen, die als entscheidungsbefugter Teil des Verkehrskreises medizinischer Forscher gelten kann. Mit dieser Institutionalisierungslösung ist eine Ermittlung sorgfältigen Verhaltens möglich. Die Problematik der Erfolgszurechnung erfordert dennoch eine spezialgesetzliche Erfassung der Humanforschung.
Aus dem Inhalt: Die Problematik der Defizite an Erfahrung und Konsens – Lösungsansätze zum strafrechtlichen Umgang mit dem Forschungssektor – Untersuchung der Spezialregelungen zur Humanforschung – Auswertung – Ergebnis, kritische Betrachtung und Ausblick.