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Strafrechtliche Verantwortlichkeit für fremde Texte

Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Sonderhaftung nach den Landespressegesetzen und der Verantwortlichkeit im Recht der neuen Medien wegen der Verwirklichung von Äußerungsdelikten

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Marc Gabriel

Bei der Beurteilung der Strafbarkeit wegen der Verwendung fremder Texte treten im Bereich der klassischen Printmedien ebenso wie bei den sogenannten neuen Medien durchweg identische Probleme auf. Insbesondere das Erfordernis der Identifikation mit fremden Äußerungen bzw. des Zu-Eigen-Machens fremder Texte stellt ein zentrales Problem dar. Eine einheitliche Praxis hinsichtlich der an den Nachweis einer solchen Identifikation zu stellenden Anforderungen existiert jedoch nicht. Vor diesem Hintergrund wird in der Arbeit ein eigenständiges Konzept zur Erklärung und Bewältigung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit für fremde Texte entwickelt. Die Grundlage dafür bildet ein typologisches Verständnis der Äußerungsdelikte, das mit zahlreichen Argumentationsbeispielen als praktikabel belegt wird.
Aus dem Inhalt: Das gesetzliche Instrumentarium zur strafrechtlichen Beurteilung von Kommunikationsformen und Kommunikationsinhalten – Täterschaftliche Deliktsverwirklichung aufgrund der Verwendung fremder Texte – Die Strafbarkeit wegen Teilnahme – Die Strafbarkeit im Bereich der neuen Medien – Die Identifikation mit fremden Texten als typenbildendes Merkmal der Äußerungsdelikte – Presserechtliche Vorgaben als grundrechtliche Wertungsgesichtspunkte einer typologischen Systembildung.