Show Less
Restricted access

Strategisches Verhalten des Gruppenanwalts

Eine Analyse der mit einer Einführung der Gruppenklage in das deutsche Recht verbundenen Gefahren

Series:

Ralph Junghans

Kann eine Gruppenklage im deutschen Recht die Wohlfahrt steigern oder kommt es im Fall ihrer Einführung zu Missbrauch in ähnlichem Umfang wie in den USA? Mit Hilfe der Prinzipal-Agenten Theorie und der Spieltheorie untersucht die interdisziplinäre Arbeit das Ausmaß der strategischen Handlungsräume des Gruppenanwalts in Abhängigkeit von verschiedenen zivilprozessrechtlichen Ausgestaltungen. Es wird gezeigt, dass die Gruppenklage im deutschen Recht ein funktionstüchtiges und wohlfahrtssteigerndes Instrument darstellen kann. Die in der Literatur verbreitete Ansicht, dass die Einführung der Gruppenklage in das deutsche Recht wegen der bestehenden strategischen Gefahren kritisch zu beurteilen ist, wird entkräftet.
Aus dem Inhalt: Rationales Desinteresse an der Klageerhebung – Funktion der Bündelung von Ansprüchen – Prinzipal-Agenten Problem zwischen Gruppenanwalt und Gruppe – Erfolgschancen opportunistischer Klagen – Reform des Zivilprozessrechts – Reputation – Siegeswahrscheinlichkeit.