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Religion im Militär

Seelsorge zwischen Kriegsverherrlichung und Humanität- Eine militärgeschichtliche Studie

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Arnold Vogt

Gilt das Primat der Politik auch für Religion im Militär, ihre In- stitutionen, Methoden, Ziele? Oder dominieren humanitäre Intentionen und konfessionelle Unterschiede? Wie werden existentielle und ge- sellschaftlich-politische Probleme des Soldaten in den Spannungsfel- dern Individuum-Gesellschaft, Kirchen-Staat, Kriegsgewalt-Friedens- ordnung gelöst?
Diese systematische, vergleichende Studie stellt die rivalisierenden staatlichen und konfessionellen Traditionen religiöser Betreuung im Militär der deutschsprachigen Länder seit Beginn des 19. Jahr- hunderts auf breiter Quellengrundlage erstmals umfassend dar. Reli- giöse und soziale Minderheiten (Konfessionslose, Juden, «Polen» etc.) werden ausführlich berücksichtigt - auch als ein Masstab, an dem der Anspruch von Militärseelsorge zu messen ist. Vor diesem geschichtli- chen Hintergrund muss sich ebenso die moderne Militärseelsorge in Frage stellen lassen.
Aus dem Inhalt. U.a. Ziele Wilhelminischer Militärkirchenpolitik: Abwehr der Sozialdemokratie und reichseinheitliche Gestaltung - Ein- fluss des Reichstags - Symbolik (Kriegerdenkmal, Garnisonskirchen, Waffensegen) - Legitimation des Militärs als gottgewollte Obrig- keit - Jüdische Militärseelsorge - Kriegsseelsorge 1914/18, ihre Pro- pagandafunktion - Humanitäre Aufgaben - Gefangenenseelsorge - Feld- sanitätswesen - Zusammenarbeit mit Kirchen im Ausland - Marine - Ko- lonien.