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Religion im Militär

Seelsorge zwischen Kriegsverherrlichung und Humanität- Eine militärgeschichtliche Studie

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Arnold Vogt

Gilt das Primat der Politik auch für Religion im Militär, ihre In- stitutionen, Methoden, Ziele? Oder dominieren humanitäre Intentionen und konfessionelle Unterschiede? Wie werden existentielle und ge- sellschaftlich-politische Probleme des Soldaten in den Spannungsfel- dern Individuum-Gesellschaft, Kirchen-Staat, Kriegsgewalt-Friedens- ordnung gelöst?
Diese systematische, vergleichende Studie stellt die rivalisierenden staatlichen und konfessionellen Traditionen religiöser Betreuung im Militär der deutschsprachigen Länder seit Beginn des 19. Jahr- hunderts auf breiter Quellengrundlage erstmals umfassend dar. Reli- giöse und soziale Minderheiten (Konfessionslose, Juden, «Polen» etc.) werden ausführlich berücksichtigt - auch als ein Masstab, an dem der Anspruch von Militärseelsorge zu messen ist. Vor diesem geschichtli- chen Hintergrund muss sich ebenso die moderne Militärseelsorge in Frage stellen lassen.

«...ein wertvoller Beitrag auch zur Geschichte des Militärwesens.» (Österreichische Militärische Zeitschrift)
«In dieser Sicht stellt das Werk ein Kompendium dar, das sich durch gut lesbaren Stil empfiehlt und infolge der Quellennähe bei der zum Teil heiklen Thematik ideologische und emotionale Fixierungen vermeidet und durch die Fülle neu erschlossener Quellen vielleicht bleibende, jedenfalls längerfristige Bedeutung haben dürfte, gleichzeitig ein Steinbruch für sowohl historische wie auch systematische Argumente in der andauernden innenpolitischen Auseinander- setzung über den Wehrdienst in der Bundesrepublik.» (Diethard Aschoff, Westfälische Forschung)
«(Eine) ausgezeichnete material- und detailreiche Arbeit, für die man V. sehr dankbar sein kann.» (Hans Ammerich, Archiv für hessische Geschichte und Alterskunde)
«Die versachlichende Behandlung von Fakten, die früher selten anders als emotional besprochen werden konnten, ist wohl- tuend und steht als Beispiel für eine neue Generation in der Beurteilung eines belastenden Themas aus der Kirche in ihrer Geschichte.» (Gerhard Graf, Theologische Literatur- zeitung)
«Verdienstlich ist die erstmalige vergleichende (inter- konfessionelle) Betrachtung der religiösen Betreuung im Militär, wobei religiöse und soziale Minderheiten sorgfältig beachtet werden.» (Friedrich Wilhelm Kantzenbach, Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte)
«Das Werk stellt insgesamt ein anschauliches Exempel für die Beschäftigung mit unserer Geistesgeschichte dar. Die Schnittstelle von Militär, Politik und Kirche erweist sich als ergiebiges Forschungsfeld. Der zeitgeschichtlich Interessierte wird auf weniger geläufige Zusammenhänge aufmerksam gemacht und wird am Ende über den Zusammenhang von Krieg und Religion, von Militär und Kirche nachdenken.» (Manfred Messerschmidt, Militärgeschichtliche Mitteilungen)