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Das Auswärtige Amt und die Kunst in der Weimarer Republik

Kunst- und Kunstgewerbeausstellungen als Mittel deutscher auswärtiger Kulturpolitik in Frankreich, Italien und Großbritannien

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Carolin Schober

Die Weimarer Kultur stand als Metapher für ein modernes und offenes Deutschland: Dies waren überzeugende Grundlagen für die zu Beginn der zwanziger Jahre im Auswärtigen Amt neu konzipierte auswärtige Kulturpolitik. Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich die Zusammenarbeit der Kulturabteilung im Auswärtigen Amt mit den Auslandsvertretungen gestaltete und in welchem Maße es dabei gelang, Grundsätze für die auswärtige Kulturarbeit zu definieren und umzusetzen. Dabei werden auch die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Gastland berücksichtigt. Am Beispiel der amtlichen Kunst- und Kunstgewerbeausstellungen in Frankreich, Italien und Großbritannien sowie einiger ausländischer Kunstausstellungen in Deutschland wird deutlich, daß sich mit der auswärtigen Kulturpolitik ein Instrument in der deutschen Außenpolitik durchsetzte, das einen neuen Stil der Begegnung mit und Annäherung gegenüber dem Ausland ermöglicht hat.
Aus dem Inhalt: Die Gründung der Kulturabteilung im Auswärtigen Amt – Johannes Sievers und das Kunstreferat – Die Rolle des Preußischen Kultusministeriums – Die Kultur der Weimarer Republik: Kunstausstellungen als Mittel auswärtiger Kulturpolitik – Die Ausgangslage für kulturpolitische Aufgaben an den deutschen Auslandsvertretungen – Die deutschen Botschaften in Paris, Rom und London – Die Kunstgewerbeausstellung in Paris von 1930 – Die Biennalen in Venedig – Die Kunstgewerbeausstellungen in Monza – Zäsur für die Arbeit des Kunstreferates: die nationalsozialistische Machtergreifung.