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Beschleunigungspotential im Jugendstrafverfahren

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Holger Mann

«Jugendstrafverfahren dauern heute vielfach zu lange.» – Diese These nimmt die Arbeit zum Anlaß, das Prinzip der Verfahrensbeschleunigung im Jugendstrafverfahren umfassend zu untersuchen. Zuerst wird die Frage gestellt, inwieweit der Ruf nach schnelleren Prozessen überhaupt zu rechtfertigen ist. Nachdem so eine sinnvolle Beschleunigungsstrategie erarbeitet worden ist, wird dargestellt, wie sich dieses Ziel auf den einzelnen Stufen des Jugendstrafverfahrens verwirklichen läßt. Die derzeit viel diskutierte «Polizeidiversion» wird dabei ebenso unter die Lupe genommen wie das vereinfachte Jugendverfahren einschließlich neuerer Bestrebungen zu seiner Reform. Schließlich werden praktische Modelle diskutiert, die auf eine Kooperation der am Strafverfahren Beteiligten setzen. Die Arbeit liefert somit eine umfassende Analyse eines kriminalpolitisch brisanten und aktuellen Phänomens.
Aus dem Inhalt: Suche nach Möglichkeiten, Strafverfahren gegen Jugendliche zu beschleunigen – Rechtsstaatliche und erzieherische Rechtfertigung von Verfahrensbeschleunigung, Sinn und Zweck von zügigeren Verfahren – Beschleunigungspotential auf den einzelnen Stufen des Strafverfahrens (Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht, Vollstreckung) – Verfahrensbeschleunigung durch Kooperation der Verfahrensbeteiligten.