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«Das obere Jerusalem ist eine Freie»

Demokratie und Urbanität im Galater-Brief

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Leonor Ossa

Diese Studie versteht sich als ein Hinweis auf nicht allein die großstädtische, sondern auch politisch-demokratische Gestalt zumindest der paulinischen Schriften. Dabei dient der Galaterbrief, ausgehend von 4,21. ff, als Beispiel urbaner Theologie, da dort ganz offensichtlich die Rede von zwei Städten ist. Von dort aus wird zurückgefragt, ob das Thema Urbanität in ihrer demokratischen Form für das Verständnis des restlichen Briefes relevant ist. Dies ist ohne eine Untersuchung der urbanen Realität der Provinz und Landschaft Galatien nicht möglich, in welchen sich die Jesusgemeinden, an die der Gal gerichtet ist, konstituierten. Bei der Untersuchung von urban-demokratischer Theologie im restlichen Galater-Brief werden die dort behandelten Hauptaspekte auf ihren urban-demokratischen Gehalt befragt. Dabei kann der längere Philo-Exkurs als Beispiel einer sehr dezidierten Parteinahme aber auch theologischen Reflexion jüdischer Gemeinden für eine Großstadt – Alexandrien – als Vorläufer und Alternative zur zeitlich und geographisch etwas auseinander liegenden Initiative der paulinischen Jesusgemeinden und ihrer Theologie diese beleuchten und ergänzen.
Aus dem Inhalt: Die Frage nach einer urbanen Interpretation des Galater-Briefs – Jesus-Gemeinden als demokratische Zentren.