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Die Verbrechen der Diener des Staats im Allgemeinen Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794 und ihre Entwicklung zu den Vergehen und Verbrechen im Amte im Strafgesetzbuch für die Preußischen Staaten von 1851

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Heiko Lüpkes

Die Vergangenheit des preußischen Beamtentums wird oft nostalgisch verklärt. Diese Arbeit untersucht ausgehend von den Amtsdelikten des ALR von 1794, welche Mittel dem preußischen Staat zur Disziplinierung seiner Beamten zur Verfügung standen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde heftig darum gestritten, welche Pflichtverletzungen auf gerichtlichem und welche auf administrativem Wege geahndet werden sollen. Die meisten Tatbestände der landrechtlichen Amtsdelikte sind seit 1849 in einer disziplinarrechtlichen Generalklausel aufgegangen. Nur wenige Tatbestände wurden zu modernen, seit 1851 und im wesentlichen heute noch geltenden Straftatbeständen weiterentwickelt.
Aus dem Inhalt: Die Ahndung von Verfehlungen der Staatsdiener seit dem Beginn der frühen Neuzeit – Die Kodifikation der Amtsdelikte im ALR – Die praktische Bedeutung der Amtsdelikte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, besonders im Spannungsfeld zwischen gerichtlichem Strafverfahren und administrativem Disziplinarverfahren – Die einzelnen Pflichtverletzungen und ihre Fortentwicklung zu den im wesentlichen noch heute gültigen Amtsdelikten.